Blumengeschichten

Die Vielfalt der Blumenwelt ist fast unendlich. Und genau so gross sind die Mythen, Geschichten und Bedeutungen die seit Jahrhunderten dazu überliefert werden. Einige möchte ich hier gerne für euch festhalten. 

Pfingstrose

Ach, dieses Blumenbett ist doch zum Reinlegen. Und dann wälzen wir uns im Glück. Weil die Pfingstrose mit ihrer üppigen Blütenpracht ein Symbol für Glück ist, für Wohlstand und für Schönheit. Daran glauben die Menschen im Fernen Osten schon seit Tausenden von Jahren. In China wurde die Pfingstrose verehrt wie eine Wunderblume und mit zauberhaften Namen bedacht: "Wange eines Neugeborenen, die sich an eine Wolke schmiegt" oder "Mutter kocht bei offenem Feuer". 

Die Farbskala der Pfingstrose changiert von Schneeweiss bis Rosenrot. Und ihr Duft ist die Seele berühmter Parfums wie "Chloé" oder "Stella" von Stella McCartney. Leider duftet aber nicht jedes Prachtexemplar. 

Also beim Blumenkauf an den buschigen Sträussen schnuppern, ob sich mit den Blütenblättern auch wirklich der "Duft des Himmels" entfaltet, wie man in China so schön sagt.

 

Auch der botanische Name der Pfingstrose, Paeonia, verweist auf ihre beeindruckende Geschichte: schon der griechische Götterarzt Paeon soll mit ihr die Wunden des Unterweltherrschers Hades balsamiert haben, der lädiert aus dem Kampf um Troja zurückgekehrt war. 

 

Die beruhigende Wirkung der Pfingstrose ist legendär. Für die Haus und für die Seele. In der traditionellen chinesischen Medizin ist die weisse Pfingstrose eines der wichtigsten Mittel gegen Stress und Depression. Auch bei uns wurde die "Rose ohne Dornen" schon in den Kloster- und Bauerngärten des Mittelalters kultiviert. Ihr Sud sollte - sanft aufgetupft - Entzündungen heilen, Frauenleiden lindern und die Glieder entspannen. 

 

In der Vase mögen die Pfingstrosen gerne viel lauwarmes Wasser, Stil gelegentlich frisch anschneiden. Der Standort der Vase sollte kühl, hell und ohne Zugluft sein.